Archiv für August 2008

Jazziges

August 27, 2008

The Jive Samba von Cannonball Adderley ist ersteinmal keine große Neuentdeckung, denn wenn man Jazz mag kommt man nicht daran vorbei diesen Song zu mögen. Besonders mag ich ihn in Version eines geladenen Livemitschnitts auf den ich hier nicht genauer referieren kann – jedenfalls aus den 60ern. Es gibt auch spätere weichgewaschene Studioaufnahmen. Was die Videoaufzeichnungen angeht die sich so im Netz finden, mag ich besonders die Folgende – mit nettem Intro und moderner Kammeraführung.

Cannonball Adderley – Jive Samba – 1963:

Man beachte auch den Schlagzeuger: Der spielt im Wesentlichen drei überlagerte einfache Rhythmen – die aber mit Perfektion und absolut treffenden Fills – und ohne, daß ihm am Ende die rechte Hand abfällt. ;-)

Mujeres Timbaleras

August 23, 2008

Leider eine Seltenheit, aber es gibt sie: Frauen an den Timbales. Und es bereitet große Freude Ihnen beim Spielen zuzuschauen und zuzuhören.

Sheila E, Tito Puente, Rebecca Mauleon:

Tito Puente, Millie P, and the Poncho Sanchez Orchestra:

Tito Puente gibt ja eine stets amüsante Mimik/Gestik-Darbietung, jedoch würde ich letztlich doch diese geheimnisvolle blonde Schönheit vorziehen. Übrigens mein heimlicher Grund für dieses Posting ;-) . Ellen Mayer – Timbales Solo:

Legacy Santana

August 20, 2008

Nun ist es leider so, daß die meistverkauften und heute bekanntesten Alben Carlos Santanas gerade seine schlechtesten sind. Auf denen gibt es zwar große Namen, aber keine große Musik. Santana scheint sich im Laufe der Zeit extrem einem massentauglichen Stil angebiedert zu haben – mal abgesehen von Caravansieri, bei dem er auf einem ziemlich Trip gewesen sein muß. Genau genommen sind es Santans ersten drei Alben auf die es ankommt (die darauffolgenden 20 kann man getrost ignorieren): Santana (1969), Abraxas (1970), Santana III (1971). Eine erwerbenswerte Zusammenstellung ist: The Birth Of Santana – The Complete Early Years (anhören bei last.fm). So wie es auch das damalige Selbstverständnis der Band war, spielt Santana mit seiner Gitarre nicht die Hauptrolle, vielmehr scheinen alle Musiker gleichberechtigt zu sein.

Meine momentan viel gehörten Lieblingstitel (in den verlinkten Versionen – die Musik lebt von der Performance):

  • No One To Depend On (Anhören auf last.fm)
  • Santana Jam (Anhören bei last.fm)
  • Fried Neckbones And Some Homefries (Anhören bei last.fm)
  • Latin Tropical (Anhören bei last.fm)

Man achte besonders auf die wunderbare Percussion. Die damalige Besetzung gab ein wirklich einmaliges Bild ab.

In einer Nacht wie dieser

August 19, 2008

…oder alternativ: Der Countdown läuft!

Am 23. August ist es endlich soweit – Frank Spilker und Gruppe kommen nach Jena um das Kassa in Stimmung zu versetzen. Weniger funky-verspielt wie Die Sterne, aber es gibt wieder selbstrefklektierte Texte von Menschen aus sozialen Randgruppen – d.h. von jedermann ;-) .  Das war wohl ungefähr auch Franks Motivation für das Soloprojekt: Weniger demokratische Gleichberechtigung mit dominantem Schlagzeug und ohne Orgel, sondern was man vielleicht als Konzeptprojekt bezeichnen könnte.

Die Erkennungsmelodie der Kulturzeit auf 3sat haben sie mal eingespielt. Ein sehr amüsantes Video.

Sich einen Livemitschnitt anhören darf man schon jetzt (auf www.frankspilker.de)!  Und nicht missen sollte man meiner bescheidenen Meinung nach

  • In einer Nacht wie dieser,
  • Hinter der Bar (einen Konzertmitschnitt gibt es bei YouTube – der Drummer sieht putzig aus),
  • Es sieht gut aus

Kommt also alle am Samstag ins Kassa!

Update:

Reliquie

Reliquie

Das ist der zerspielte Drumstick von Matthias Strzoda. Das Ding wird irgendwann mal richtig viel Geld wert sein!

Übrigens haben Frank Spilker und ich uns sehr kumpelhaft zugenickt als wir uns auf dem Gang entgegenkam!!

Champion Jack Dupree

August 19, 2008

Die Nächte und die Abende werden wieder länger und es darf bei Kerzenlicht gesessen und wieder Blues gehört werden! Mir selbst ist der Piano-Blues sehr viel lieber als der Gitarrenblues. Ersterer erinnert mich nicht an Grausamkeiten mit Blues-Label wie von Garry More. Der betreibt in meinen Augen die emotionslose, technische Perfektion eines musikalischen Musters.

Meine besondere Empfehlung des Abends lautet daher Champion Jack Dupree – Pianist, Sänger und Original. Leider schon verstorben, aber mit großem musikalischen Erbe.

Wenigstens an diesen beiden Titeln sollte niemand ungehört vorübergehen:

  • Bring Me Flowers While I’m Living
  • Can’t Kick The Habbit