Nun ist es leider so, daß die meistverkauften und heute bekanntesten Alben Carlos Santanas gerade seine schlechtesten sind. Auf denen gibt es zwar große Namen, aber keine große Musik. Santana scheint sich im Laufe der Zeit extrem einem massentauglichen Stil angebiedert zu haben – mal abgesehen von Caravansieri, bei dem er auf einem ziemlich Trip gewesen sein muß. Genau genommen sind es Santans ersten drei Alben auf die es ankommt (die darauffolgenden 20 kann man getrost ignorieren): Santana (1969), Abraxas (1970), Santana III (1971). Eine erwerbenswerte Zusammenstellung ist: The Birth Of Santana – The Complete Early Years (anhören bei last.fm). So wie es auch das damalige Selbstverständnis der Band war, spielt Santana mit seiner Gitarre nicht die Hauptrolle, vielmehr scheinen alle Musiker gleichberechtigt zu sein.
Meine momentan viel gehörten Lieblingstitel (in den verlinkten Versionen – die Musik lebt von der Performance):
- No One To Depend On (Anhören auf last.fm)
- Santana Jam (Anhören bei last.fm)
- Fried Neckbones And Some Homefries (Anhören bei last.fm)
- Latin Tropical (Anhören bei last.fm)
Man achte besonders auf die wunderbare Percussion. Die damalige Besetzung gab ein wirklich einmaliges Bild ab.